Aktivitäten des Vereins

Wir stehen im ständigen Kontakt mit

  • dem Fanprojekt Karlsruhe
  • den Supportes Karlsruhe
  • der Fan-Bertreuung des KSC
  • sowie dem KSC

Dabei versuchen wir Aktivitäten der Beteiligten mit unseren Werten abzustimmen und ggf. eine Zusammenarbeit zu erreichen.
Ebenso werden aktuelle Vorkommnisse und die weitere Vorgehensweise besprochen und abgestimmt.

Facebook

Wir unterhalten unseren Facebookauftritt, bei dem wir auf alles Wissenswerte hinweisen und auch auf unsere Aktivitäten.

https://www.facebook.com/bwsb.de/

Zusammenarbeit mit anderen Gruppen

Wir versuchen ständig mit anderen Gruppen zusammenzuarbeiten.
zB. Fanprojekt Freiburg und Freiburg ist bunt
Nie Wieder – Erinnerungstag im deutschen Fussball
usw.
Ebenso bringen wir uns aktiv bei er Vorbereitung von Veranstaltungen gegen Nazis im Umland ein.

Infostand

Infostand von BWsB

Wir sind jedes Jahr beim Familientag des KSC mit unserem Infostand vertreten. Dort können sich Interessierte über uns informieren.
Auch bieten wir dabei immer wieder verschiedene Aktionen an, Fotowand, Heliumluftballons oder Bastelaktionen für die Kleinen.

Querfunk

Wir gestalten auf Querfunk Karlsruhe jeden 3 Sonntag im Monat unsere Sendung „Der Ball ist bunt“ von 19-20 Uhr

https://www.querfunk.de/

Pressearbeit

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Hier klicken für Großansicht (PDF)

Wir sind immer wieder in der Blockschrift der Supporters Karlsruhe, im Supportesmagazin vertreten.
Auch wurde bereits auf zahlreichen Internetseite, in der Presse (BNN, KA-News), Stadionmagazin usw. über uns berichtet.

Ebenso sind wir bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten zB.

  • Verleihung des Julius Hirsch Preises
  • auf Demos gegen Nazis im Umland und in Karlsruhe
  • Informationsveranstaltungen
  • sowie der Mitgliederversammlung des KSC und bringen uns dort auch ein. (zB: Unterstützung bei der Aufarbeitung jüdischer Spieler des KSC, Gedenken an Julius Hirsch, Walter Bensemann usw)

Auszug der Aktivitäten der letzten Jahre

2000

Im Frühjahr und Sommer 2000 wurden in Karlsruhe wiederholt rechtsextreme Kundgebungen veranstaltet. Diese richteten sich vorallem gegen das damals angestrebte NPD Verbot.

Insbesondere die "Karlsruher Kameradschaft" wurde verstärkt aktiv und versuchte auch unter den KSC Fans neue Mitglieder zu werben.

Es wurde Zeit, deutliche Zeichen zu setzen - sowohl vom Verein als auch von den Fans:

Beim Heimspiel am 2. September 2000 wendeten sich der Fan-Dachverband und eine KSC-Mitgliederinitiative mit einer "Gemeinsamen Erklärung" an alle Stadionbesucher; das Transparent "BLAU-WEISS statt BRAUN - KSC-Fans gegen Nazis" wurde erstmals im Stadion aufgehängt, der KSC startete seine Aktion "Gegen Gewalt und Intoleranz". Dies sollte aber nur ein Anfang sein. Weitere Ideen wurden entwickelt und umgesetzt. So haben sich zum Beispiel einige BWsB-Gründer in der Satzungskommission aktiv dafür eingesetzt, dass die neue KSC-Satzung (gültig seit September 2001) auch einen klaren Passus zu Toleranz und Völkerverständigung enthält.

Nachdem die grundsätzlichen Fragen und Ziele geklärt waren, wurde am 27. Dezember 2000 der heute eingetragene - gemeinnützige - Verein gegründet.

2001

Das Regionalligaspiel des KSC am 7. April 2001 nutzte der KSC zu einem großen Aktionstag unter dem Motto "Gegen Gewalt und Intoleranz". Während die Stadionregie für die passende Musik zum Thema und entsprechende Ankündigungen auf der Leinwand sorgte, informierte Stadionsprecher Martin Wacker die Zuschauer bereits vor dem Spiel über den Hintergrund und das Ziel dieser KSC-Aktion. Wacker forderte ferner alle Besucher auf, sich an der Unterschriftenaktion von BWsB zu beteiligen. In der Halbzeitpause stellte er in Interviews sowohl KSC-Präsident Detlef Dietrich als auch dem Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich Fragen zur aktuellen Situation in Karlsruhe und was man gegen den - vor allem schleichenden - Rassismus in unserer Gesellschaft tun kann.

Karlsruhe ist die Stadt unseres Vereins, die Stadt, in der viele von uns leben. Wenn es darum geht zu zeigen, dass Karlsruhe kein Ort für Fremdenfeindlichkeit oder Neonazis ist und sein darf, ist BWsB auch außerhalb des Stadions immer wieder aktiv.

So gehärten sowohl der KSC als auch BWsB im Dezember 2001 zu den Gründungsmitgliedern des "Karlsruher Netzwerks gegen Rechtsextremismus - für Toleranz und Menschenwürde". So engagierte sich BWsB gerne im März 2001 beim Aktionstag "Couragiert!" des Karlsruher Bündnisses "Kultur gegen rechte Gewalt - Karlsruher Künstler zeigen Gesicht". Und natürlich beteiligt sich BWsB auch, wenn es darum geht, gegen Nazi-Aufmärsche in Karlsruhe Flagge zu zeigen.

Pünktlich zum Rückrundenauftakt der Saison 2000/2001 konnte BWsB - dank der freundlichen Unterstützung der Karlsruher-Online-Fanbetreuung - mit einem eigenen Internet-Auftritt aufwarten. Dies war auch der Start unserer Unterschriftenaktion, die allen die Möglichkeit geben sollte, sich öffentlich gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung von Minderheiten auszusprechen und es somit den prominenten Erstunterzeichnern gleichzutun.

Nachdem die Aktion im Internet bereits großen Anklang fand, wurde sie am 7. April 2001 auch zum Schwerpunkt unserer Mitarbeit beim Aktionstag des KSC "Gegen Gewalt und Intoleranz" im Stadion.

Für das Heimspiel am 21. September 2001 hatten wir unsere zweite Stadionaktion geplant. Wir wollten die Zuschauer mit einem Flugblatt detaillierter über BWsB informieren und allen die Möglichkeit geben, mit Pins selbst Teil der Initiative zu werden.

Am 12. September 2001 entschieden wir uns, wegen des Terroranschlags in New York die Aktion bis auf weiteres zu verschieben.

2002

Nachdem sich bis Februar 2002 kein Termin mehr finden ließ und sich die Fragen nach Pins häuften, entschlossen wir uns, die Pins und die Flugblätter ohne große Aktion einfach über die KSC-Fan-Shops in Umlauf zu bringen.

In der Saison 2002/2003 überraschte uns der KSC mit einer neuen Stadionwerbung, die 15 Minuten vor Ende des Spiels auf der Stadionleinwand eingespielt wurde und akustisch mit dem "Car-Wash-Rhythmus" unterlegt war. Wir waren entsetzt - drei Jahre Arbeit einfach so konterkariert? Aber nicht nur BWsB wurde aktiv: die Presse hinterfragte die Werbung genau so wie viele andere Stadionbesucher.

Unsere Bedenken und Befürchtungen äußerten wir sofort gegenüber der Fanbetreuung und dem Verein, wo wir zunächst auf vollstes Verständnis trafen. Doch wurde uns später mitgeteilt, der Sponsor stimme - trotz unseres Angebots der Kostenübernahme - einer Änderung nicht zu. Also wendeten wir uns im Oktober schriftlich direkt an den Sponsor, der aber nicht mit uns reden wollte. Nachdem bis Februar nichts mehr geschah, gingen wir (nachdem sowohl Sponsor als auch Verein von unserem Vorhaben informiert waren) an die Öffentlichkeit und bekamen endlich Antwort!

Der Sponsor war bereit, auf unsere Forderung, den Rhythmus zu ändern einzugehen, kündigte aber gleichzeitig an - wegen unserer Initiative - ALLE Zahlungen an den KSC einzustellen.

Wer die klamme Finanzlage des KSC kennt, weiß, dass wir uns über diese Antwort nicht freuen konnten. Aber nachdem uns schon oft versprochen wurde, den Stakkato einzustellen, warteten wir erst einmal das nächste Heimspiel ab: Die Werbung lief unverändert - gewundert hat es uns nicht!

Jetzt waren es nur noch drei Spiele bis zum Saisonende, und wir wollten weder dem Sponsor ein Alibi für einen vorzeitigen Ausstieg aus seinem Vertrag mit dem KSC liefern, noch waren wir bereit, für die Finanzmisere des KSC verantwortlich gemacht zu werden. Deshalb stellten wir unsere öffentlichen Proteste in der Hoffnung ein, das Problem würde sich in der neuen Saison "von allein" erledigen.

Das Problem mit der Stadionwerbung hat sich inzwischen tatsächlich "von allein" gelöst, dafür sind sie jetzt aber wieder lautstark im Wildpark zu hören: die "SIEG"-Stakkatos, mitsamt ihren unschönen Nebeneffekten.

Sicher ist es nicht das Problem des Vereins, des Sponsors oder aller Fans, wenn einige Unverbesserliche die rechte Hand heben und Nazi-Parolen rufen, aber: Wir sind der Meinung, dass es die Verantwortung ALLER ist, solchem Verhalten nicht auch noch Nährboden und rechtsextremen Aktivisten eine Plattform zu bieten.

 

  • April 2002: BWsB zu Gast im Bundestag

  • August 2002: BWsB zeigt ein neues "Gesicht" im Stadion

2003

März 2003: BWsB macht bei der Auswärtsfahrt Zwischenstop zum Besuch der B.A.F.F.-Ausstellung "Tatort Stadion" in Ludwigshafen.

2004

Wie vor jedem Heimspiel hieß es auch am 05.11.2004: Treffpunkt Fanprojekt! Allerdings stand diesmal vor dem üblichen "zamme nausdabbe" die feierliche Verleihung des Ludwig-Marum-Preises der Karlsruher SPD an "BLAU-WEISS statt BRAUN" auf dem Programm und so war es dann eigentlich wie immer - aber doch ganz anders:

Pünktlich um 17 Uhr eröffnete das Trompetenquartett des Badischen Konservatoriums mit einem Musikstück die Veranstaltung, und spätestens bei der Begrüßung durch Günter Wimmer wurde es auch dem letzten der zahlreich vertretenen KSC-Fans klar, dass es sich um eine ganz besondere Veranstaltung handelte: neben verschiedenen Bundes-, Landes- und Gemeindepolitikern waren auch KSC-Manager Rolf Dohmen und der Verwaltungsratsvorsitzende Peter Meyer erschienen und - welch besondere Ehre für BWsB - Nachfahren von Ludwig Marum waren eigens angereist, um der Preisverleihung beizuwohnen.

2005

Offizielle Pressemitteilung des NETZWERKS FÜR FANRECHTE
Homepage: www.fandemo.de; eMail: info@fandemo.de

NETZWERK FÜR FANRECHTE zieht positive Bilanz

Frankfurt, 17. Juni 2005 - Das NETZWERK FÜR FANRECHTE zieht nach der Demonstration am 15. Juni in Frankfurt eine positive Bilanz. 1600 Fußballfans sind dem relativ kurzfristigen Aufruf gefolgt und haben am vergangenen Mittwoch für ihre Rechte demonstriert. Die Erwartungen der Organisatoren wurden damit weit übertroffen. Die angereisten Fans von über 40 Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet haben, wie angekündigt, friedlich und kreativ ihrem Unmut Luft gemacht - zu Ärger kam es in keinem Fall.
Die Demonstration hat gezeigt, dass es auch anders geht: Fans und die begleitende Polizei verhielten sich umsichtig und besonnen. Die oftmals geforderte "Selbstregulierung" klappte reibungslos. Ganz offensichtlich ist ein friedliches Miteinander möglich, wenn man im Vorfeld aufeinander zugeht. Eine Tatsache, die uns ganz besonders erfreut und uns zuversichtlich auf weitere geplante Aktionen blicken lässt. Auch die Medien berichteten größtenteils positiv. Die weiteren Reaktionen von Regierung, DFB/DFL und Sicherheitsorganen bleiben derweil abzuwarten. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich auch hier etwas tun wird.

 

Arbeit von BWsB auf bundesweiter Ebene gewürdigt

Die Arbeit von BLAU WEISS statt BRAUN findet auch überregionale Beachtung: Die KSC-Fan-Initiative gegen Gewalt und Intoleranz erhielt im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ein Preisgeld von 3.000 Euro. Das von der Bundesregierung gegründete "Bündnis für Demokratie und Toleranz" vergab die Auszeichnung zum fünften Mal und wählte aus bundesweit 387 Projekten 57 Preisträger aus. Sie bekamen zwischen 1.000 und 5.000 Euro für ihren vorbildlichen Einsatz gegen Intoleranz, für Integration und den gegenseitigen Respekt verschiedener Kulturen.

Auf kommunaler Ebene ist BLAU WEISS statt BRAUN bereits 2004 mit dem Ludwig-Marum-Preis ausgezeichnet worden. Wie damals stellt die Initiative ihr Preisgeld für Jugendprojekte innerhalb der KSC-Fan-Szene zur Verfügung

2008

Teilnahme beim Aktionstag „Karlsruhe zeigt Flagge gegen Rechts“

2009

Aufführung des Theaterstückes „ Eins auf die Fresse“ in Zusammenarbeit mit dem Sandkorntheater Karlsruhe

2010

Infostand im Fanprojekt Karlsruhe

2011

Teilnahme am Südstadtfestival Karlsruhe

2012

Lesung von Ronny Blaschke „Angriff von Rechtsaußen im Clubhaus des KSC durch uns organisiert.

2013

Teilnahme und Mitorganisation einer Demo gegen Nazis in Karlsruhe

2015
  • Organisation und Durchfühung eines Fussballjugendturniers auf dem Gelände des KSC
  • Gemeinsame Erklärung mit dem SC Freiburg ist bunt
  • Gespräche mit dem Wirt des Clubhauses bzgl. einer geplanten AFD Veranstaltung im Clubhaus des KSC und auf deren Verhinderung hingewirkt.
2016
  • Organisation und Durchfühung eines Fussballjugendturniers auf dem Gelände des KSC
  • Mitwirkung bei der Organisation und Planung von Gegenveranstaltungen gegen Kargida und Co in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Querfunk Karlsruhe
  • Aufnahme der Zusammenarbeit mit Nie Wieder – Gedenktage im deutschen Fussball
  • Mitwirkung bei der Organisation und Planung von Gegenveranstaltungen gegen einen Nazisaufmarsch in Bruchsal
2017
  • Mitwirkung bei der Organisation und Planung von Gegenveranstaltungen gegen Kargida und Co in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Querfunk Karlsruhe
  • Mitwirkung bei der Organisation und Planung von Gegenveranstaltungen gegen den Tag der Heimattreue in Karlsruhe – Durlach.
  • Mitwirkung bei Veranstaltungen gegen Nazis in Kandel
  • Aufnahme der Zusammenarbeit mit Nie Wieder
  • Teilnahme an einer Gedenkfahrt nach Auschwitz vom Fanprojekt Karlsruhe
2018
  • Mitwirkung bei der Organisation und Planung von Gegenveranstaltungen gegen eine Höckeveranstaltung in Bruchsal
  • Veröffentlichung eines Textes in der Blockschrift zum Gedenktag im deutschen Fussball
    Mitwirkung bei der Vorbereitung der Frankfurter Versammlung https://www.erinnerungstag.de/